Eine belastbare Website-Kalkulation beginnt nicht mit einer pauschalen Berliner Marktspanne, sondern mit einem abgegrenzten Umfang. Für eine normale Unternehmenswebsite gehören fünf Blöcke in die Planung: einmalige Projektkosten, laufende Verträge und Betreuung, variable oder spätere Arbeiten, die interne Mitwirkung Ihres Teams sowie Übergabe und ein möglicher Anbieterwechsel.
Zwei Angebote sind erst vergleichbar, wenn beide dieselben Seitentypen, Inhalte, Funktionen, Zuständigkeiten, Prüfungen und Übergaben voraussetzen. Dieser Leitfaden liefert dafür ein Scope-Blatt, ein Kostenblatt und eine Vergleichsmatrix – ohne einen allgemeinen Marktpreis vorzutäuschen.
Den aktuell veröffentlichten TecSchmiede-Startpreis und den dazugehörigen Leistungsumfang finden Sie auf der Seite Preise. Vor Projektbeginn erhalten Sie einen schriftlich abgegrenzten Umfang und den dafür geltenden Preis.
Was kostet eine professionelle Website? Die kurze Antwort
Eine einzelne Zahl ist erst belastbar, wenn klar ist, welches Arbeitsergebnis sie beschreibt. Eine öffentlich sichtbare Unternehmenswebsite mit wenigen standardisierten Seitentypen ist ein anderes Vorhaben als ein Relaunch mit URL-Migration, ein Shop mit Bestellprozess oder eine Anwendung mit Benutzerrollen. Auch zwei äußerlich ähnlich große Websites können unterschiedliche Inhalts-, Integrations- und Betriebsaufgaben enthalten.
| Kostenblock | Typische Bestandteile | Planungsgrundlage |
|---|---|---|
| Einmalige externe Projektarbeit | Konzeption, Seitenstruktur, Inhalt, Gestaltung, Umsetzung, Tests, Launch und vereinbarte Übergabe | Datierter Leistungsumfang mit Liefergegenständen und Abnahmekriterien |
| Laufende externe Posten | Domain, Hosting, Lizenzen, externe Dienste sowie ausdrücklich beauftragte Wartung oder Unterstützung | Aktuelle Verträge, Abrechnungszyklen, Laufzeiten und Leistungsgrenzen |
| Variable oder spätere Arbeiten | Zusätzliche Inhalte, neue Funktionen, geänderte Anforderungen, weitere Sprachen oder nicht eingeplante Integrationen | Benannte Auslöser und ein schriftlicher Entscheidungsweg |
| Interne Mitwirkung | Fakten, Texte, Medien, Zugänge, Entscheidungen, Freigaben, Tests und spätere Inhaltspflege | Verantwortliche Rollen und realistisch verfügbare Arbeitszeit |
| Übergabe und Wechsel | Konten, Dateien, Exporte, Nutzungsrechte, Dokumentation und Unterstützung bei einem späteren Betreiberwechsel | Übergabeliste und vertraglich geklärter Exit-Weg |
Führen Sie zwei Ergebnisse getrennt. Das Barbudget umfasst alle im gewählten Zeitraum fälligen externen Posten. Die interne Kapazität erfasst Stunden je Rolle. Erst wenn Ihr Unternehmen selbst einen passenden internen Verrechnungssatz festgelegt hat, kann daraus zusätzlich ein Geldwert entstehen.
Barbudget im gewählten Zeitraum = einmalige Posten + fällige laufende Posten + variable Posten nach eigenen Annahmen + vorgesehene Übergangs- oder Exit-Posten
Notieren Sie neben jedem Betrag seine Quelle und seinen Stand. Ein nicht bezifferter Posten ist nicht kostenlos, sondern offen.
Gehört Ihr Vorhaben in diese Kalkulation?
Dieser Ratgeber behandelt eine normale öffentliche Unternehmenswebsite. Grenzen Sie zuerst ab, ob eine speziellere Aufgabe vorliegt. Sonst vergleichen Anbieter möglicherweise unterschiedliche Projektarten unter demselben Wort „Website“.
| Vorhaben | Kennzeichen | Passender Ausgangspunkt |
|---|---|---|
| Unternehmenswebsite | Öffentliche Informations- und Leistungsseiten mit einem gewöhnlichen Kontaktweg | Dieser Kostenleitfaden |
| Website-Relaunch | Bestehende URLs, Inhalte, Verlinkungen oder Integrationen müssen erhalten, geändert oder abgelöst werden | Website-Relaunch-Checkliste |
| Kampagnen-Landingpage | Ein abgegrenztes Angebot und ein Hauptweg für bezahlten oder gezielt geführten Traffic | Landingpage für Google Ads planen |
| Online-Shop | Produkte, Warenkorb, Bestellung, Zahlung, Versand oder angeschlossene Warenwirtschaft | WooCommerce-Shop-Kosten |
| Web-Anwendung | Logins, strukturierte Fachdaten, Rollen, Berechnungen, Freigaben oder interne Abläufe bilden den Kern | Web-App statt Excel? |
| Offene Plattformwahl | Redaktionsbedarf, Standardgrenzen und langfristige Kontrolle sind noch nicht geklärt | WordPress oder individuelle Website? |
Ein Kontaktformular macht aus einer Website noch keine Web-App. Umgekehrt sollte ein Kundenportal nicht als „Website mit ein paar Extras“ kalkuliert werden. Wenn mehrere Kategorien zusammentreffen, trennen Sie sie in Arbeitspakete und markieren Sie Abhängigkeiten.
Eine datierte Scope-Version als Preisgrundlage festlegen
Bevor Beträge eingetragen werden, braucht die Kalkulation eine gemeinsame Beschreibung des Vorhabens. Verwenden Sie eine Versionsbezeichnung und ein Datum. Dann lässt sich jedes Angebot, jede Rückfrage und jede spätere Änderung auf denselben Stand beziehen.
| Bereich | Einzutragende Angaben | Ergebnis für die Kalkulation |
|---|---|---|
| Geschäftsaufgabe | Welche Information oder Handlung soll die Website für welche Zielgruppe unterstützen? Was ist ausdrücklich kein Ziel? | Ein Hauptziel und dokumentierte Nicht-Ziele |
| Seitentypen | Welche unterschiedlichen Vorlagen werden benötigt, und welche konkreten Seiten gehören jeweils dazu? | Seitenliste mit Mengen und Zuordnung |
| Inhalte | Welche Texte, Fakten, Bilder, Downloads und Rechtstexte sind freigegeben, zu überarbeiten oder neu zu beauftragen? | Status und Verantwortung je Inhalt |
| Gestaltung | Welche Markenregeln, Komponenten, Ansichten und Zustände sind erforderlich? Welche Ausgangsdateien liegen vor? | Abgegrenzte Gestaltungs- und Medienarbeit |
| Funktionen | Formulare, Suche, Karten, Terminwege, Downloads und externe Systeme mit Erfolgs- und Fehlerfällen | Funktionsliste mit Testfällen |
| Redaktion | Wer soll welche Inhalte später bearbeiten, prüfen und veröffentlichen? | Benötigte Pflegefunktionen und Rollen |
| Ausgangslage | Bestehende Domain, URLs, Inhalte, Zugänge, Daten, Verträge und technische Abhängigkeiten | Übernahme-, Migrations- oder Ablöseaufgaben |
| Qualität | Vereinbarte Browser, Geräte, Zugänglichkeits-, Such-, Performance- und Sicherheitsprüfungen | Prüfmaßstab und Abnahmenachweise |
| Launch und Übergabe | Veröffentlichung, Rückweg, Konten, Dateien, Einweisung, Dokumentation und offene Restpunkte | Launch- und Übergabeliste |
| Betrieb | Verantwortung für Inhalte, Hosting, Sicherung, Updates, Störungen und spätere Änderungen | Interne und externe Betriebsrollen |
Offene Punkte sind zulässig, wenn sie sichtbar bleiben. Kennzeichnen Sie sie als Annahme, Option oder Ausschluss. Die ausführliche Vorbereitung von Briefing, Phasen, Abnahme und Übergabe behandelt der Ratgeber Website in Berlin erstellen lassen.
Lokale Arbeit in Berlin ausdrücklich benennen
Der Standort allein definiert keinen Projektpreis. Relevant wird er, wenn persönliche Workshops, Interviews, Foto- oder Videoaufnahmen, Vor-Ort-Termine oder Anfahrten zum vereinbarten Umfang gehören. Tragen Sie Anlass, Ort, beteiligte Personen, benötigte Ergebnisse und Kostenverantwortung als eigene Positionen ein. Rein digitale Abstimmung benötigt diese Arbeitspakete nicht.
Einmalige, laufende und interne Posten vollständig erfassen
Einmalige externe Projektarbeit
Unterteilen Sie den Projektpreis in nachvollziehbare Arbeitsergebnisse. Dazu können Zielklärung, Informationsarchitektur, Inhaltsarbeit, Gestaltung, technische Umsetzung, Datenübernahme, Tests, Veröffentlichung und Übergabe gehören. Entscheidend ist nicht, dass jeder Anbieter dieselben Paketnamen verwendet. Entscheidend ist, dass erkennbar wird, welche Ergebnisse geliefert und wie sie geprüft werden.
Laufende externe Posten
Domain, Hosting, Lizenzen und externe Dienste haben eigene Vertragspartner, Leistungsgrenzen und Abrechnungszyklen. Wartung, Inhaltspflege, Support oder Weiterentwicklung sind nur dann Teil des Website-Projekts, wenn sie ausdrücklich beschrieben sind. Erfassen Sie außerdem Laufzeit, Verlängerung, Kündigungsweg und die Stelle, die den Vertrag kontrolliert.
Variable und ereignisabhängige Posten
Variable Kosten entstehen nicht nur durch „mehr Seiten“. Auslöser können zusätzliche Seitentypen, neue Integrationen, weitere Sprachen, fehlende Ausgangsdaten, veränderte Freigaben oder ein nachträglich erweiterter Testumfang sein. Ein Angebot sollte erklären, wie solche Änderungen bewertet werden, bevor zusätzliche Arbeit beginnt.
Interne Mitwirkung
Auch ein vollständiges externes Angebot ersetzt nicht das Fachwissen und die Entscheidungen des Unternehmens. Planen Sie Zeit für Quellen, Interviews, Inhaltsprüfung, Markenfreigabe, sichere Zugangsbereitstellung, gebündeltes Feedback, Funktionstests und die endgültige Freigabe. Benennen Sie Vertretungen, wenn die Website von einer einzelnen internen Person abhängen würde.
Übergabe und möglicher Wechsel
Ein niedriger Projektbetrag und ein hoher Projektbetrag sagen allein nichts darüber, wie handlungsfähig das Unternehmen später ist. Kalkulieren Sie deshalb mit, welche Konten, Dateien, Daten, Rechte und Dokumentationen übergeben werden und welche Hilfe bei einem Betreiberwechsel erforderlich wäre.
Welche Faktoren verändern den Aufwand einer Unternehmenswebsite?
| Bereich | Vor der Kalkulation klären | Mögliche zusätzliche Arbeit sichtbar machen |
|---|---|---|
| Seiten und Vorlagen | Konkrete URLs und unterschiedliche Seitentypen statt nur einer Gesamtsumme | Neue Vorlagen, Sonderzustände oder wiederholbare Inhaltsmodule |
| Inhaltsstand | Final, fachlich zu prüfen, redaktionell zu überarbeiten oder neu zu erstellen | Recherche, Interviews, Redaktion, Einpflege und Freigabe |
| Marke und Medien | Vorhandene Gestaltungsregeln, Originaldateien, Nutzungsrechte und Bildbedarf | Branding, Fotografie, Illustration, Lizenzen oder Medienbearbeitung |
| Formulare | Felder, Empfänger, Rückmeldungen, Spam-Schutz, Zustellung und Fehlerfälle | Mehrstufige Logik, Dateiupload, externe Verarbeitung oder besondere Rollen |
| Integrationen | Geschäftszweck, Datenfluss, Dokumentation, Zugang, Testsystem und Fehlerweg | Individuelle Verbindung, Datenmapping, Wiederholung und laufende Betreuung |
| Inhaltspflege | Konkrete Redaktionsaufgaben, Rollen, Freigaben und Häufigkeit | Zusätzliche Inhaltsmodelle, Vorschau, Versionierung oder Schulung |
| Sprachen | Übersetzung, regionale Varianten, Freigabe und spätere Synchronisierung | Zusätzliche Inhalte, Navigation, technische Zuordnung und Pflegeprozess |
| Migration | Bestehende URLs, Inhalte, Medien, Weiterleitungen und externe Links | Inventar, Mapping, Testmigration und Nachkontrolle |
| Qualitätsziel | Benannter Standard, Seitenstichprobe, Testmethode und erwarteter Nachweis | Manuelle Prüfungen, externe Audits, Korrektur und Nachtest |
| Entscheidungen | Ansprechperson, gebündeltes Feedback, Freigabepunkte und Abhängigkeiten | Weitere Varianten oder Runden nur nach dokumentierter Entscheidung |
Unbestimmte Begriffe wie „SEO inklusive“, „barrierefrei“, „sicher“ oder „individuell“ sind keine kalkulierbaren Arbeitspakete. Lassen Sie Geltungsbereich, Tätigkeit und Nachweis konkretisieren. Die WCAG 2.2 stellt beispielsweise testbare Erfolgskriterien für Webinhalte bereit; welches Ziel für ein konkretes Unternehmen erforderlich oder vereinbart ist, muss separat geklärt werden.
Kostenblatt zum Kopieren
Vergeben Sie für jedes Arbeitspaket eine ID. So bleiben Scope, Preiszeile und Abnahmekriterium verbunden, auch wenn Anbieter ihre Angebote unterschiedlich gliedern.
| ID | Liefergegenstand | Menge oder Annahme | Anbieter liefert | Unternehmen liefert | Dritte | Abnahmekriterium |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigene ID | Benanntes Ergebnis | Umfang und Ausgangslage | Konkrete Arbeit | Inhalt, Zugang oder Freigabe | Vertrag oder Abhängigkeit | Prüfschritt und erwartetes Ergebnis |
| ID | Einmaliger Posten | Laufender Posten und Zyklus | Variabler Auslöser | Währung und Steuerbasis | Quelle und Stand | Offen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dieselbe ID | Betrag laut Angebot | Betrag und Fälligkeit | Ereignis oder Mengenannahme | Währung sowie netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer oder brutto einschließlich Umsatzsteuer eintragen | Angebot, Vertrag oder aktuelle Kondition | Fehlende Angabe oder Entscheidung |
Fehlt die Angabe zu Währung oder Steuerbasis, übernehmen Sie keine Vermutung in den Vergleich. Lassen Sie den Anbieter schriftlich klarstellen, ob der genannte Betrag netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer oder brutto einschließlich Umsatzsteuer gemeint ist.
| Interne Aufgabe | Verantwortliche Rolle | Benötigter Input | Geplanter Zeitraum | Geschätzte Stunden | Vertretung oder Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| Fakten, Inhalt, Entscheidung, Test oder Pflege | Name oder Rolle | Quelle oder Vorarbeit | Projektphase oder Auslöser | Eigene Schätzung | Vertretung und Abhängigkeit |
Verwenden Sie für alle Anbieter denselben Betrachtungszeitraum. Rechnen Sie monatliche, jährliche und einmalige Posten nicht stillschweigend zu unterschiedlichen Stichtagen zusammen. Wenn eine Kondition noch nicht feststeht, bleibt das Feld offen und erhält eine verantwortliche Person zur Klärung.
Website-Angebote auf dieselbe Basis umrechnen
Übertragen Sie nicht nur die Endsumme, sondern jede Anbieterantwort in eine gemeinsame Matrix. Ein Pauschalangebot, eine Aufwandsschätzung und eine Abrechnung nach geleisteter Zeit verteilen Unsicherheit unterschiedlich. Keines dieser Modelle ist ohne den dazugehörigen Scope automatisch besser.
| Vergleichspunkt | Anbieter A | Anbieter B | Unterschied | Nächste Klärung |
|---|---|---|---|---|
| Scope-Version | Datum und Version | Datum und Version | Abweichung markieren | Gemeinsame Grundlage bestätigen |
| Währung und Steuerbasis | Währung; netto oder brutto laut Angebot | Währung; netto oder brutto laut Angebot | Abweichende oder fehlende Grundlage | Vollständige Preisbasis schriftlich bestätigen lassen |
| Einmalige Arbeitspakete | ID und Betrag | ID und Betrag | Fehlende oder anders geschnittene Pakete | Liefergegenstand zuordnen |
| Mitwirkung des Unternehmens | Inhalte, Zugänge, Entscheidungen und Tests | Inhalte, Zugänge, Entscheidungen und Tests | Interne Mehrarbeit | Kapazität und Verantwortung ergänzen |
| Drittdienste | Vertragspartner, Zyklus und Grenze | Vertragspartner, Zyklus und Grenze | Andere Abhängigkeiten | Aktuelle Konditionen prüfen |
| Laufende Leistungen | Enthalten, optional oder ausgeschlossen | Enthalten, optional oder ausgeschlossen | Unterschiedlicher Betriebsumfang | Aufgaben und Reaktion konkretisieren |
| Optionen und Ausschlüsse | Benannte Liste | Benannte Liste | Unbeantwortete Anforderungen | Preis oder bewussten Ausschluss anfordern |
| Änderungen | Bewertung und Freigabeweg | Bewertung und Freigabeweg | Unterschiedliche Auslöser | Entscheidungsverfahren festlegen |
| Abnahme | Tests und Nachweise | Tests und Nachweise | Andere Qualitätsgrenzen | Gemeinsame Kriterien herstellen |
| Übergabe und Rechte | Konten, Dateien, Exporte und Dokumentation | Konten, Dateien, Exporte und Dokumentation | Spätere Handlungsfähigkeit | Fehlende Artefakte ergänzen |
| Fälligkeit und Gültigkeit | Meilensteine und Angebotsstand | Meilensteine und Angebotsstand | Andere Zahlungszeitpunkte | Liquiditätsplanung angleichen |
Bewerten Sie anschließend Anbieterqualität, Belege, Team und Zusammenarbeit getrennt vom Kostenvergleich. Dafür ist der Ratgeber Website-Agentur auswählen zuständig. Ein niedriger oder hoher Betrag ist für sich weder Qualitätsbeleg noch Warnsignal.
Vage Leistungsbegriffe in Nachweise übersetzen
- „Responsive“: Welche Ansichten, Geräteklassen und Bedienwege werden geprüft?
- „SEO-Grundlagen“: Welche Arbeiten an Seitenstruktur, Titel, Indexierbarkeit, Canonicals, internen Links und Sitemap sind enthalten?
- „Performance-Optimierung“: Welche repräsentativen Seiten, Inhalte, externen Dienste und Messbedingungen bilden die Abnahme?
- „Datenschutz berücksichtigt“: Welche Datenflüsse werden technisch dokumentiert, und wer übernimmt die fachliche oder rechtliche Prüfung?
- „Übergabe inklusive“: Welche Konten, Dateien, Rechte, Exporte und Anleitungen werden tatsächlich übergeben?
Der Google SEO Starter Guide beschreibt technische und inhaltliche Grundlagen, weist aber auch darauf hin, dass es keine Maßnahme gibt, die Indexierung oder eine bestimmte Position garantiert. Ein Website-Angebot sollte daher Arbeiten und Prüfungen nennen, keine Platzierung versprechen.
Ausschlüsse und Änderungen kontrollieren
Eine kalkulierbare Zusammenarbeit braucht einen festgehaltenen Ausgangsumfang und einen Weg für neue Entscheidungen. Verwenden Sie die folgenden Bezeichnungen als Projektorganisation, nicht als rechtliche Einordnung: Eine Klärung präzisiert einen offenen Punkt, eine Abweichung verfehlt ein vereinbartes Kriterium, eine Änderung erweitert oder verändert den freigegebenen Scope und eine spätere Option bleibt bewusst außerhalb des aktuellen Auftrags.
| Feld | Einzutragende Information |
|---|---|
| Anlass | Gewünschte Änderung oder festgestellte Abweichung |
| Bezugsstand | Scope-Version, Arbeitspaket und Abnahmekriterium |
| Einordnung | Klärung, Abweichung, Änderung oder spätere Option |
| Auswirkung | Arbeit, externe Kosten, interne Mitwirkung, Termin, Test und laufender Betrieb |
| Entscheidung | Freigeben, ablehnen oder verschieben |
| Verantwortung | Entscheidungsbefugte Person, Datum und aktualisierte Unterlagen |
Es gibt keinen universellen sinnvollen Reserveprozentsatz. Leiten Sie eine eigene Reserve aus benannten Unsicherheiten ab: fehlende Inhalte, ungeprüfte Daten, unbekannte Schnittstellen, offene Freigaben oder absehbare Erweiterungen. Eine konkret geklärte Unsicherheit ist wertvoller als eine scheinbar genaue Pauschale.
Betrieb, Konten und Anbieterwechsel mitkalkulieren
Die Website bleibt nach dem Launch eine Kombination aus Verträgen, Zugängen, Inhalten, Software und Verantwortlichkeiten. Führen Sie für jeden Bestandteil ein kurzes Kontroll- und Kostenregister.
| Bestandteil | Zu klären | Kosten- oder Risikofrage | Nachweis |
|---|---|---|---|
| Domain und DNS | Vertragspartner, Konto und berechtigte Rollen | Wer trägt Verlängerung und unterstützt einen Wechsel? | Kontozugriff und Übergabeweg |
| Hosting und Veröffentlichung | Leistungsumfang, Laufzeit, Umgebung und Deployment | Welche Aufgaben liegen beim Hoster, Anbieter oder Unternehmen? | Vertrag und Betriebsbeschreibung |
| Inhalte und Medien | Originaldateien, Quellen und Nutzungsrechte | Welche Nutzung oder Lizenz läuft weiter? | Geordnete Datei- und Rechteübersicht |
| Quellstand oder Export | Vereinbarter Code, Daten, Konfiguration und Format | Welche Teile kann eine andere Stelle weiterverwenden? | Übergabe oder repräsentativer Testexport |
| Externe Dienste | Kontoinhaber, Funktion, Datenfluss, Laufzeit und Kündigung | Welche Funktion endet mit dem Vertrag? | Dienst- und Lizenzliste |
| Wartung und Support | Aufgaben, Grenzen, Kontaktweg und Reaktion | Was ist enthalten, optional oder nicht beauftragt? | Aktuelle Leistungsbeschreibung |
| Dokumentation | Pflege, Veröffentlichung, Sicherung und bekannte Abhängigkeiten | Welche Hilfe wäre bei einer Übergabe zusätzlich nötig? | Benannte Dokumente und Stand |
„Die Website gehört Ihnen“ ist zu ungenau, weil Domain, Texte, Bilder, Gestaltung, Code, Daten und Lizenzen unterschiedlich geregelt sein können. § 31 UrhG beschreibt die Einräumung von Nutzungsrechten. Welche Rechte und Vertragsregelungen im konkreten Projekt benötigt werden, sollte bei wesentlichen Fragen fachkundig geprüft werden.
Operative Update-, Sicherungs- und Wiederherstellungsfragen behandelt die Website-Wartungs-Checkliste. Dieser Artikel erfasst sie nur als Kosten- und Verantwortungsblöcke.
In acht Schritten vom Vorhaben zur Budgetentscheidung
- Projektart abgrenzen: Unternehmenswebsite, Relaunch, Landingpage, Shop oder Anwendung.
- Scope datieren: Ziele, Seitentypen, Inhalte, Funktionen, Nicht-Ziele und Qualitätskriterien festhalten.
- Verantwortung zuordnen: Externe Leistung, interne Mitwirkung und Drittdienste je Arbeitspaket benennen.
- Kostenblöcke erfassen: Einmalige, laufende, variable, interne und Übergangsposten getrennt führen.
- Angebote auf derselben Grundlage anfordern: Abweichungen und Annahmen ausdrücklich ausweisen lassen.
- Angebote normalisieren: Arbeitspakete, Zyklen, Ausschlüsse, Abnahme und Übergabe in dieselbe Matrix übertragen.
- Offene Risiken entscheiden: Klären, bepreisen, bewusst ausschließen oder als spätere Option dokumentieren.
- Entscheidung protokollieren: Gewählten Umfang, Betrachtungszeitraum, Preisstand, interne Kapazität und Bedingungen festhalten.
Aktuelle TecSchmiede-Preisorientierung getrennt prüfen
Die Seite Preise und Leistungsumfang ist die aktuelle kommerzielle Quelle für den veröffentlichten Startpreis, enthaltene Leistungen und separat kalkulierte Arbeiten. Dieser Ratgeber wiederholt keine Angebotszahl, weil sich ein Preis nur zusammen mit seinem aktuellen Leistungsstand sinnvoll einordnen lässt.
Wenn Scope-Blatt und Kostenfragen vorbereitet sind, können Sie Ziel, Seitentypen, vorhandene Inhalte und Funktionen über die Projektanfrage senden. Im Erstkontakt wird geklärt, welche Angaben für eine belastbare Einordnung noch fehlen. Eine Anfrage ist keine Zusage zu Preis, Termin oder Umfang.
Häufige Fragen zu Website-Kosten in Berlin
Was kostet eine professionelle Website in Berlin?
Ein belastbarer Projektpreis ergibt sich aus dem konkret vereinbarten Umfang, nicht aus dem Standort oder einer allgemeinen Seitenzahl. Seitentypen, Inhaltsstand, Funktionen, Migration, Prüfungen, Mitwirkung und Übergabe müssen zuerst beschrieben sein. Den aktuellen TecSchmiede-Startpreis finden Sie getrennt auf der Seite Preise.
Warum nennt dieser Ratgeber keine allgemeine Marktspanne?
Öffentliche Spannen verwenden oft unterschiedliche Voraussetzungen: gelieferte oder neu erstellte Inhalte, Vorlage oder individuelles Design, Neubau oder Migration, einmalige oder laufende Leistungen. Ohne gemeinsame Definition wäre eine Zahl leicht verständlich, aber keine belastbare Vergleichsgrundlage.
Ist ein Preis pro Seite sinnvoll?
Nur wenn Seitentyp, Inhaltsmenge, Gestaltung, Funktionen, Einpflege und Prüfung je Seite ausreichend ähnlich beschrieben sind. Eine wiederholte Standardseite und eine neue Vorlage mit besonderer Funktion sind keine gleich großen Arbeitspakete.
Welche laufenden Kosten sollte ein Unternehmen erfassen?
Je nach Aufbau gehören Domain, Hosting, Lizenzen, externe Dienste, Sicherungen, Wartung, Support und interne Inhaltspflege dazu. Verwenden Sie die aktuellen Verträge und notieren Sie Abrechnungszyklus, Laufzeit, Verantwortlichen und Leistungsgrenze.
Sind Texte, SEO und Rechtstexte automatisch enthalten?
Nein. Das Angebot muss für jeden Bereich erklären, was der Anbieter liefert, was das Unternehmen bereitstellt, wer Fakten oder rechtliche Anforderungen prüft und welcher Nachweis zur Abnahme erwartet wird. Ein Sammelbegriff ersetzt keine Leistungsbeschreibung.
Ist ein Festpreis immer die sicherste Wahl?
Ein Festpreis schafft nur für den beschriebenen Scope Klarheit. Sind Annahmen, Mitwirkung, Ausschlüsse oder Änderungen offen, bleibt auch ein Festpreis interpretationsbedürftig. Bei Schätzungen oder zeitbasierter Abrechnung sind Obergrenzen, Berichte und Freigabepunkte mögliche Klärungsfelder.
Wie viel Budgetreserve ist sinnvoll?
Dafür gibt es keinen allgemeinen Prozentsatz. Listen Sie offene Inhalte, ungeprüfte Daten, technische Abhängigkeiten und wahrscheinliche Änderungen auf. Entscheiden Sie dann intern, welche Reserve zu diesen konkreten Unsicherheiten und zur Risikotragfähigkeit Ihres Unternehmens passt.
Macht der Standort Berlin eine Website automatisch teurer?
Nein. Der Ort wird zum Kostenfaktor, wenn Vor-Ort-Arbeit wie Workshops, Interviews, Aufnahmen oder Anfahrten vereinbart ist. Digitale Abstimmung kann unabhängig vom Standort geplant werden. Lokale Nähe ist weder ein automatischer Qualitäts- noch ein Preisnachweis.
Kann interne Arbeit bei der Kalkulation entfallen?
Das wäre nur sinnvoll, wenn tatsächlich keine internen Aufgaben bestehen. In der Praxis bleiben mindestens fachliche Quellen, Entscheidungen und Freigaben beim Unternehmen. Erfassen Sie diese Zeit getrennt vom externen Barbudget, damit personelle Engpässe nicht als kostenlose Leistung erscheinen.
Offizielle Quellen und Stand
Stand der fachlichen Verweise: 6. August 2026.
- BSI: Leitfaden zur Entwicklung sicherer Webanwendungen – Empfehlungen für Auftraggeber. Der Leitfaden richtet sich an Vorhaben der öffentlichen Verwaltung; hier wird nur das übertragbare Prinzip projektspezifischer Anforderungen, Leistungskriterien und Quality Gates verwendet.
- W3C: Web Content Accessibility Guidelines 2.2 zu testbaren Erfolgskriterien und definierten Konformitätszielen.
- Google Search Central: SEO Starter Guide zu technischen und inhaltlichen Grundlagen sowie den Grenzen von Indexierungs- und Rankingzusagen.
- Gesetze im Internet: § 31 UrhG zur Einräumung von Nutzungsrechten.
Sie möchten Ihren Website-Umfang kalkulierbar machen?
Senden Sie Ziel, gewünschte Seitentypen, Inhalte und Funktionen. Wir klären, welche Angaben für eine belastbare Einordnung noch fehlen.
Website-Projekt beschreiben